“Du schaffst das!”

Ich habe in den letzten Wochen oft den Satz gehört „Du schaffst das!“ und jedes Mal hat er mir wie einen inneren Schlag versetzt. Also habe ich angefangen zu forschen. Und erstaunliches entdeckt.

Ich habe entdeckt, wie eng dieser Satz mit Erlebnissen in meiner Kindheit verbunden ist.

Ich habe entdeckt, dass ich ihn in keinster Weise als unterstützend oder ermutigend erlebe, sondern er mich vielmehr noch zusätzlich überfordert. Denn etwas in mir fühlte sich wieder nicht gesehen.

Vertraute Überforderung

Und das war ein alter, mir sehr vertrauter Teil, der aus meiner Kindheit vor allem eines kennt: Überforderung wo es Unterstützung gebraucht hätte.

Ich durfte also erkennen, wie ein heute von lieben Freunden zutiefst wohlgemeinter Satz in mir nicht landen konnte und sich verzerrte in das altvertraute „Stell Dich nicht so an. Das kann jeder.“

Nein. Dass, was ich in den letzten Wochen alles in meinem Leben verändert habe, tut nicht jede(r). Nein. Dass, was ich in den letzten Wochen geleistet habe, leistet nicht jede(r).

Und Ja. Ich habe all das geschafft. Und darauf bin ich zu recht stolz und klopfe mir mehrmals täglich bewusst auf die Schulter.

Nun bin ich neugierig: wie landet der Satz „Du schaffst das!“ in Dir? Was hörst Du?

Schreib es doch in die Kommentare und lass uns gemeinsam sammeln.

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