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für gehirngerechtes leben – lieben – arbeiten

Wenn der Topf den Deckel findet – und genau das das Problem wird

Apr 24, 2018 | Gehirngerecht lieben

Das, was wir am Anfang am anderen am meisten lieben, ist das, was wir irgendwann am meisten an ihm oder ihr hassen (werden). Der so entschieden auftretende Mann an dessen Schulter man sich am Anfang so gut anlehnen konnte, nervt mit seiner dauernden Besserwisserei und die so führsorgliche Frau, die einem jeden Wunsch von den Lippen abliest, lässt einem kaum Luft zum Atmen mit ihrer Klammerei. Die Sportkanone kann keine 5 Minuten stillsitzen, der „Schuss“ braucht Stunden im Bad und wehe man lobt die Meisterköchin nicht inbrünstig genug. Dann knallen die Türen und Tränen der Undankbarkeit fließen.

Eine lebendige, agile und nährende Partnerschaft wünschen sich viele, Singles genauso wie Paare. Nur blenden viele die Tatsache aus, dass die nicht vom Himmel fällt. Die ist Arbeit. Jeden Tag.

Und zwar nicht am Partner.

Arbeiten muss man am Ich, damit ein Wir gelingen kann. Und das gilt für beide. Nur geben viele diese Selbstverantwortung nur allzu gerne an der gemeinsamen Haustür ab. Der andere soll sich ändern, er ist/macht ja auch das Problem.

Das Gegenmittel gegen diese Dynamik liegt im Anfang einer Partnerschaft verborgen und zwar in der Frage:

  • In was habe ich mich verliebt / würde ich mich verlieben?
  • Was habe ich im anderen gesehen / möchte ich im anderen sehen?

In diesen Fragen steckt pures Wachstumspotential. Für beide, als Inmagicduum und als Paar.

Denn in der Suche nach einem Partner schlummert der Wunsch nach Vervollständigung. Nur meinen viele, der Wunsch nach dieser Vervollständigung sei erfüllt indem man von nun an nicht mehr alleine, sondern zu zweit ist. Mach du für mich, was ich nicht kann. Den zweiten Teil des Satzes, bemerken viele dabei nicht: … damit ich dann auf dich ärgerlich werden kann, weil du es

nicht so machst wie ich es mich nicht traue selber zu tun.

Das, was wir am anderen (anfangs) lieben, sehen wir in uns als Defizit an. Nur ist es kein Defizit, sondern eine Unsicherheit, vielleicht auch eine Angst. Wenn ich den Partner als Lehrer und nicht als Krücke wahrnehme, kann ich als wachsen. Sonst bleibt nur die Unzufriedenheit – scheinbar über den Partner, aber eigentlich mit sich selbst.

fotolia-Datei: #172983388 | Urheber: strichfiguren.de

Die gute Nachricht: Das Ich kann man verändern, das Du nicht. Und wenn sich ein Ich verändert, kann auch ein Wir entstehen – im Neuen wie im Alten.

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