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Was will ich? Mit der Walt Disney Strategie auf zu neuen Ufern

Mai 12, 2017 | Dies & Das

Die Walt-Disney-Strategie geht auf Robert B. Dilts zurück, der über den berühmten Filmproduzenten und Zeichentrick-Pionier schrieb: „…tatsächlich gab es drei Walts: den Träumer, den Realisten und den Miesepeter – …there were actually three different Walts: the dreamer, the realist, and the spoiler“. Es heißt, Walt Disney hatte für jede dieser Positionen sogar ein eigenes Zimmer, um die 3 wirklich sauber voneinander trennen zu können.

  • Der Träumer ist subjektiv orientiert und enthusiastisch, enthält sich aber eines praktischen Urteils zu einer Idee oder Analyse.
  • Der Realist nimmt einen pragmatisch-praktischen Standpunkt ein, entwickelt Aktivitätenpläne und untersucht die notwendigen Arbeitsschritte, -mechanismen und Voraussetzungen.
  • Der Kritiker fordert heraus und prüft die Vorgaben der anderen. Ziel ist konstruktive und positive Kritik, die mögliche Fehlerquellen identifizieren hilft.

Rosa Brille oder Schwarzmalerei?

Wenn wir uns selber in eine mögliche Zukunft hineindenken, neigen wir – je nach persönlicher Struktur – dazu, entweder die rosa-rote Brille (Träumer) aufzusetzen oder jede Idee gleich mal im Keim zu ersticken (Realist). Beide Varianten sind alleine Gift für eine tragfähige, nachhaltige Idee oder Vision. Denn die rosa Brille vernebelt Risiken, Fragen, Zweifel oder Fehler. Und Schwarzmalerei verhindert, Ideen überhaupt entstehen zu lassen.

Um aber zu einer guten Lösung zu kommen, braucht es beide Sichtweisen + die Instanz des Kritikers. Nur wie verhindert man, dass die Drei Chaos im Kopf anrichten? Denn kaum denkt der eine etwas, gibt der andere schon seinen Senf dazu. Die Folge: Frust und mehr Fragen als Antworten.

So trennen Sie die Drei voneinander

Sie müssen sich nicht wie Walt Disney eigene Zimmer für die 3 Positionen einrichten. 3 unterschiedliche Stühle reichen völlig. (Warum unterschiedlich? Das erleichtert es Ihnen, die 3 voneinander zu unterscheiden.) Stellen Sie die 3 Stühle im Raum in eine Art Kreis, so dass Sie von jedem Stuhl aus die anderen beiden gut sehen können. Und dann setzen Sie sich auf den Träumer-Stuhl. Träumen Sie sich in Ihre Zukunft. Schreiben Sie alles auf. Erlauben Sie sich jede noch so skurile Idee. Spinnen Sie ruhig rum. Dem Träumer ist alles erlaubt.

Im zweiten Schritt setzen Sie sich auf den Stuhl des Realisten. Der hat ja den Träumer „gehört“ und entwickelt die passenden Aktivitätenpläne.

Erst als nächstes ist der Kritiker gefragt. Und es ist wichtig, dass Sie diese Reihenfolge beibehalten. Denn sonst passiert wieder das Hirnchaos und der Frust ist vorprogrammiert. Sobald sich also z. B. der Kritiker beim Träumer einmischen will, machen Sie sich klar, auf welchem Stuhl Sie sitzen und dass der Kritiker grad nicht dran ist. Er hat später seine Chance.

Durchlaufen Sie die drei Positionen 2-3 mal und lassen Sie sich überraschen, wo Sie bei Ihrer Ausgangfrage gelandet sind.

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