„Wenn ich groß bin, werde ich Erfinder!“

„Wenn ich groß bin, werde ich Erfinder!“

Mit dieser im Brustton der Überzeugung gesprochenen Erkenntnis kam mein 9jähriger Stiefsohn neulich vom Spielen mit dem ebenfalls 9jährigen Nachbarsbuben nach Hause. Die beiden wussten auch schon ganz genau was sie als erstes erfinden wollten: einen mindestens 2 m langen elektrischen und ferngesteuerten Ford-Mustang mit ein paar ganz speziellen Eigenschaften. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Erfinder? 2 m langer Ford Mustang? Nun, denn … Kinderspinnereien halt, war mein erster Gedanke.

DOCH HALT! Jetzt bloß keinen Fehler machen!

Schatz, was willst Du essen?

Schatz, was willst Du essen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Frage so oder so ähnlich regelmäßig in jeder guten Partnerschaft oder Familie gestellt wird. Und auch die Singles unter Ihnen werden, wenn Besuch kommt, ihre Gäste sicherlich nach ihren Vorlieben bei der Speiseauswahl fragen. Gehört ja schließlich dazu, ist fürsorglich und höflich. Die Konversation hat nun mehrere Möglichkeiten weiterzugehen …

Braucht wirklich nur der Dumme Ordnung? Oder hat man uns das nur eingeredet?

Braucht wirklich nur der Dumme Ordnung? Oder hat man uns das nur eingeredet?

„Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos.“ wusste schon Albert Einstein. Nur so einfach ist es dann doch nicht. Denn während ich heute Morgen so in meiner Calvin und Hobbes-Tasse (ich liebe das Chaos das die beiden anrichten) rührte, mich zum Freigeist-Dasein bekannte und mir eingestand, dass für mich Struktur eher zur Rubrik ‚Notwendiges Übel’ gehört, entspannte sich etwas in mir. Parallel aber tauchte sofort innerer Druck und das Bedürfnis mich zu rechtfertigen auf. Und das machte mich neugierig.